Der Tag beginnt
Dann passiert etwas.
Ein Satz.
Ein Moment.
Nichts Großes.
Aber es bleibt hängen.
Du gehst weiter durch den Tag.
Machst deine Dinge.
Sprichst mit Leuten.
Und trotzdem läuft es im Hintergrund weiter.
Immer wieder derselbe Gedanke.
Dieselbe Szene.
Dieselbe Bewertung.
Oiso i find jo:
Der Tag war nicht schlecht.
Ein Teil davon war es.
Aber du hast ihn mitgenommen.
Und ihm mehr Raum gegeben,
als er eigentlich hatte.
Nicht bewusst.
Einfach passiert.
Der Kopf greift das auf,
was hängen bleibt.
Und wiederholt es.
Bis es sich anfühlt,
als wäre der ganze Tag so gewesen.
War er aber nicht.
Es waren Minuten.
Vielleicht nur ein Moment.
Der Rest ist Wiederholung.
Und genau da kippt es.
Nicht durch das,
was passiert ist.
Sondern durch das,
was du daraus machst.
Du kannst einen schlechten Moment haben.
Oder du kannst ihn den ganzen Tag tragen.
Das ist nicht immer steuerbar.
Aber es ist erkennbar.
Und genau das reicht oft.
Nicht, um alles sofort zu ändern.
Sondern um zu merken,
wo du festhältst.
Und vielleicht beim nächsten Mal
ein Stück früher auszusteigen.
Und genau da
wird aus fünf Minuten
nicht mehr ein ganzer Tag.
Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
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