Es passiert nicht auf einmal.
Kein klarer Schnitt.
Kein Gespräch, das alles beendet.
Eher kleine Verschiebungen.
Du meldest dich weniger.
Antwortest später.
Erzählst nicht mehr alles.
Nicht bewusst geplant.
Eher nebenbei.
Und irgendwann fällt dir auf:
Die Verbindung ist nicht mehr da, wie sie war.
Nicht weg.
Aber anders.
Oiso i find jo:
Man verabschiedet sich oft nicht in einem Moment.
Sondern in vielen kleinen.
Ein Stück weniger Interesse.
Ein Stück weniger Nähe.
Ein Stück mehr Abstand.
Bis es sich normal anfühlt.
Nicht weil nichts mehr da ist.
Sondern weil es sich nicht mehr trägt.
Viele suchen dann nach einem Grund.
Einem klaren Punkt, an dem es gekippt ist.
Den gibt es oft nicht.
Es war kein Fehler.
Kein Bruch.
Kein Drama.
Nur eine Entwicklung, die nicht mehr zusammenläuft.
Und das merkt man meistens erst,
wenn man schon ein gutes Stück draußen ist.
Nicht aus Kälte.
Nicht aus Gleichgültigkeit.
Sondern weil sich etwas verschoben hat,
das sich nicht mehr zurückdrehen lässt.
Die meisten Abschiede sind leise.
Und genau deshalb
werden sie oft erst verstanden,
wenn sie längst passiert sind.
Es war kein Fehler.
Kein Bruch.
Kein Drama.
Nur etwas, das nicht mehr passt.
Und dabei ist egal, worum es geht.
Ein Mensch.
Ein Verhalten.
Ein Muster, das lange funktioniert hat.
Du bist nicht falsch,
weil du dich davon entfernst.
Und es muss auch nicht schwer sein,
damit es „zählt“.
Manches hört einfach auf,
stimmig zu sein.
Und dann gehst du ein Stück raus.
Nicht klar entschieden.
Aber klar spürbar.
Und nein –
das hat nichts mit deiner Wertigkeit zu tun.
Nicht jede Veränderung ist ein Verlust.
Und nicht jede Distanz ein Urteil.
Manches passt einfach nicht mehr.
Und das ist ok.
Mach einfach dein Ding
und sei gut zu dir.
Alles andere regelt sich.
Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
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