đź–¤ Vergleich đź–¤

Oiso i find jo..

Niemand spielt mit denselben Karten!

Es gibt einen Gedanken,
der simpel klingt –
und doch vieles erklärt:
Niemand bekommt bei der Geburt dieselben Karten.

Nicht dieselbe Geschichte.
Nicht dieselben Prägungen.
Nicht dieselben Möglichkeiten.

Und trotzdem vergleichen sich viele Menschen miteinander,
als wĂĽrden alle mit identischen Voraussetzungen starten.
Manchmal auch weil sie in Abhängigkeiten
fest stecken, die diese Vergleiche festlegen.

Als wäre das Leben ein fair verteiltes Spiel,
bei dem nur Einsatz und Wille zählen.
Doch so funktioniert es nicht.

Deine Karten sind einzigartig.
Nicht besser.
Nicht schlechter.
Einzigartig und anders.

Was dich geprägt hat,
woher du kommst,
was du gelernt hast –
und auch, was du nicht lernen konntest –
all das gehört zu deinem Set.

Das Problem beginnt dort,
wo Menschen anfangen,
mit fremden Händen zu spielen.

Wo sie sich an LebensentwĂĽrfen orientieren,
die nie fĂĽr sie gedacht waren.

Wo sie Entscheidungen treffen,
um dazuzugehören,
statt stimmig zu sein.

Wo sie Rollen ĂĽbernehmen,
die ihnen Anerkennung versprechen,
aber innere Leere hinterlassen.

Viele verlieren sich nicht,
weil sie zu wenig sind.
Sondern weil sie versuchen,
jemand anderes zu sein.

So sterben nicht Körper –
sondern Unikate.

Nicht auf einmal.
Sondern schleichend.

Ein StĂĽck Anpassung hier.
Ein Verzicht dort.
Ein „So sollte man sein“.
Ein „So macht man das halt“.

Bis kaum noch spĂĽrbar ist,
was eigentlich aus dir selbst kommt
und was nur ĂĽbernommen wurde.

Klarheit beginnt nicht damit,
die Karten eines anderen zu wollen.

Klarheit beginnt dort,
wo du aufhörst,
dich mit fremden Maßstäben zu bewerten.

Du musst dein Leben nicht optimieren.
Du musst es auch nicht reparieren.
Du musst verstehen,
mit welchen Karten du spielst –
und aufhören,
gegen deine eigene Hand zu kämpfen.

Nicht jeder Weg ist fĂĽr jeden gedacht.
Nicht jede Strategie passt zu jeder Geschichte.
Aber deine Karten sind fĂĽr DICH! spielbar.
Immer.

Nicht, weil sie perfekt sind.
Sondern weil sie deine sind.

Und genau dort beginnt Verantwortung.
Nicht im Vergleich.
Sondern im Annehmen dessen,
was ist –
und im bewussten Entscheiden,
wie du damit weitergehst.

Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
www.mondseehexe.at

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