Oiso I find jo..
Verfügbar zu sein
heißt nicht,
dass du etwas erlaubst.
Viele verwechseln das.
Sie sind erreichbar.
Ansprechbar.
Anwesend.
Und glauben,
das sei Zustimmung.
Ist es nicht.
Verfügbarkeit beschreibt einen Zustand.
Erlaubnis ist eine Entscheidung.
Du kannst da sein
und trotzdem Nein meinen.
Du kannst zuhören
und trotzdem nichts freigeben.
Du kannst Raum halten
ohne ihn zu öffnen.
Erlaubnis entsteht nicht durch Nähe.
Nicht durch Zeit.
Nicht durch Beziehung.
Sie entsteht dort,
wo du bewusst sagst:
Das darf wirken.
Das darf Einfluss haben.
Das darf bleiben.
Alles andere ist Projektion.
Wer Verfügbarkeit mit Erlaubnis verwechselt,
übergeht Grenzen,
ohne sie je bewusst überschritten zu haben.
Und wer ständig erlaubt,
nur weil er verfügbar ist,
verliert mit der Zeit die eigene Ordnung.
Nicht jede Präsenz ist eine Einladung.
Nicht jede Offenheit ist Zustimmung.
Und nicht jede Verbindung
hat automatisch Zugriff.
Reife zeigt sich dort,
wo du unterscheiden kannst:
Ich bin da
und
Ich gebe frei.
Das eine ist Haltung.
Das andere Verantwortung.
Und genau diese Unterscheidung
schafft Klarheit –
für dich
und für alle,
die dir begegnen.
Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
www.mondseehexe.at


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