đź–¤ Sinn vs. Verstehen đź–¤

Oiso i find jo..
Nach der Erkenntnis,
dass man nichts wegmachen oder löschen kann,
taucht oft eine andere Frage auf:
„Wozu war das gut?“

Die Suche nach Sinn ist menschlich.
Sie soll beruhigen.
Ordnung schaffen.

Etwas Schweres erträglicher machen.

Doch Sinn ist nicht immer ehrlich.
Manchmal ist Sinn nur ein Pflaster.

Ein Versuch, etwas zu rechtfertigen,
das eigentlich nicht gerechtfertigt werden kann.

Nicht alles, was passiert ist,
hatte einen höheren Zweck.
Nicht alles musste so kommen,
damit du wachsen konntest.
Nicht alles war „für etwas gut“.

Und das zuzugeben,
ist kein Mangel an Bewusstsein.
Es ist Aufrichtigkeit.

đź–¤ Verstehen ist etwas anderes als Sinn.

Sinn fragt:
Warum musste das passieren?

Verstehen fragt:
Wie wirkt das heute in mir?

Sinn sucht Bedeutung.
Verstehen sucht Orientierung.

Sinn will oft versöhnen.
Verstehen bleibt bei der Realität.

Nicht alles braucht einen Sinn.
Manches braucht einen Platz.
Nicht alles muss erklärt werden.
Manches will eingeordnet werden.

Verstehen bedeutet: – zu erkennen, welche Prägungen noch wirken
– zu unterscheiden, was damals entstand und was heute relevant ist
– Verantwortung zu übernehmen, ohne Schuld zu tragen.

In dem Moment,
in dem du lernst, damit umzugehen,
verändert sich die Wirkung.
Nicht weil es gelöscht wurde.
Nicht weil es weg ist.
Sondern weil du nicht mehr unbewusst darauf reagierst.

Das ist keine Erlösung.
Das ist Klarheit.

Und Klarheit braucht keinen Sinn.
Es braucht Präsenz und das du zuhörst um zu verstehen.

Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
www.mondseehexe.at

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