Dieser Text ist nicht für alle.
Oiso i find jo…
Er ist für dich,
wenn du glaubst,
dass du nicht zählst.
Nicht laut.
Nicht offensichtlich.
Sondern still,
im Hintergrund.
Wenn du dich einfügst,
anstatt Raum zu nehmen.
Wenn du wartest,
anstatt zu entscheiden.
Wenn du denkst,
dass andere wichtiger sind
als das,
was du wahrnimmst.
Wenn du dich des öfteren dabei
erwischt – “ bin nur ich“
Viele haben gelernt,
sich selbst klein zu halten,
um nicht zu stören.
Um nicht zu viel zu sein.
Um dazuzugehören.
Das ist kein Fehler.
Das ist Anpassung.
Aber Anpassung löscht nichts aus.
Sie verschiebt nur.
Und irgendwann entsteht das Gefühl,
nicht zu zählen.
Nicht, weil du wertlos wärst.
Sondern weil du dich
nicht mehr einbringst.
Zählen beginnt nicht dort,
wo andere dich sehen.
Sondern dort,
wo du dich selbst ernst nimmst.
Nicht dramatisch.
Nicht kämpferisch.
Sondern konkret.
Indem du bleibst,
wenn du sonst gehst.
Indem du sprichst,
wenn du sonst schluckst.
Indem du eine Entscheidung triffst,
auch wenn sie niemand bemerkt.
Du musst nicht bedeutend sein,
um zu zählen.
Du musst nur aufhören,
dich selbst zu übergehen.
Denn das Einzige,
was dich wirklich unsichtbar macht,
ist nicht die Welt.
Es ist der Moment,
in dem du glaubst,
dass du nicht zählst.
Doch.
Tust du.
Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
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