🖤 Guter Mensch vs. Höflich 🖤

Oiso I find jo
Viele Menschen verwechseln Höflichkeit mit Gutsein.

Und genau dort beginnt ein Missverständnis,
das erstaunlich viel Schaden anrichtet.

Höflichkeit ist ein Verhalten.
Gutsein ist eine Haltung.

Höflichkeit sorgt dafür, dass Situationen glatt bleiben.
Dass niemand irritiert wird.
Dass Spannungen überdeckt werden.
Dass man „richtig“ wirkt.

Ein guter Mensch hingegen sorgt nicht primär für angenehme Situationen –
sondern für stimmige.

Ein guter Mensch sagt
nicht automatisch Ja.

Er sagt auch Nein,
wenn es notwendig ist.
Nicht aus Härte,
sondern aus Klarheit.

Höflichkeit fragt:
Wie wirke ich nach außen?
Gutsein fragt:
Was ist hier wahr?

Viele Menschen entscheiden sich für Höflichkeit,
weil sie gelernt haben, dass Zugehörigkeit davon abhängt.

Weil sie Konflikte vermeiden wollen.
Oder weil sie glauben, ein guter Mensch müsse immer verständnisvoll, ruhig und entgegenkommend sein.

Doch Höflichkeit kann schnell zur Form von Selbstverrat werden,
wenn sie dich davon abhält, ehrlich zu sein.
Wenn sie dich in Situationen hält, die nicht mehr stimmen.

Ein guter Mensch bleibt nicht aus Prinzip freundlich.
Er bleibt aufrichtig.

Das bedeutet nicht, verletzend oder rücksichtslos zu sein.

Aber es bedeutet, nicht auf Kosten der eigenen Klarheit nett zu bleiben.

Höflichkeit kann Beziehung retten – kurzfristig.
Gutsein schützt Beziehung – langfristig.
Vor allem die zu dir selbst.

Denn wenn du ständig höflich bist, obwohl etwas nicht passt,
lernt dein Gegenüber nichts über dich.
Und du lernst, dich selbst zu übergehen.

Ein guter Mensch ist nicht der,
der alles erträgt.
Sondern der,
der Verantwortung für seine Wahrnehmung übernimmt.

Manchmal ist Höflichkeit bequem.
Gutsein ist konsequent.
Und manchmal ist es genau diese Konsequenz,
die echte Nähe erst möglich macht.

Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
www.mondseehexe.at

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