Oiso i find jo
Freude fĂĽhlt sich manchmal
nicht wie GlĂĽck an.
Sondern wie Erleichterung.
Wie ein inneres Aufatmen,
wenn du merkst,
dass du nichts mehr halten musst.
Niemanden.
Keine Rolle.
Keine Geschichte.
Diese Art von Freude ist nicht laut.
Sie jubelt nicht.
Sie fordert nichts.
Sie ist einfach da,
wenn etwas Schweres wegfällt.
Freude entsteht selten dort,
wo alles gut ist.
Viele Menschen warten auf Freude,
wenn sich endlich etwas verbessert.
Wenn Dinge gelöst sind.
Wenn Beziehungen klar sind.
Wenn das Leben leichter wird.
Doch oft taucht Freude nicht nach der Lösung auf,
sondern nach der Entlastung.
Wenn du aufhörst,
dich selbst zu kontrollieren.
Wenn Schuld nicht mehr mitgeht.
Wenn du dich nicht mehr erklärst.
Wenn du niemandem mehr etwas beweisen musst.
Freude ist kein Zustand, .den man herstellen kann.
Du kannst Freude nicht machen.
Nicht erzeugen.
Nicht trainieren.
Du kannst nur aufhören,
das zu tragen,
was sie fernhält.
Freude braucht keinen Plan.
Sie braucht Raum.
Und dieser Raum entsteht dort,
wo du dich nicht mehr selbst verrätst
Oft wird Freude mit Leichtigkeit verwechselt.
Doch echte Freude ist nicht leicht.
Sie ist stabil.
Sie schwankt nicht mit Zustimmung.
Sie verschwindet nicht bei Gegenwind.
Sie braucht keine Bestätigung.
Sie fĂĽhlt sich an wie:
„Ich bin da. Und das reicht.“
Freude kommt nicht aus dem AuĂźen
Nicht aus Erfolg.
Nicht aus Harmonie.
Nicht aus Anerkennung.
Sondern aus einem inneren Punkt,
an dem du dich nicht mehr verlässt.
Wenn du bei dir bleibst,
auch ohne Applaus.
Auch ohne Sicherheit.
Auch ohne Erklärung.
Freude ist kein Ziel – sie ist das, was übrig bleibt.
Sie bleibt,
wenn Schuld keine Rolle mehr spielt.
Wenn Kontrolle nicht mehr nötig ist.
Wenn du nichts mehr zusammenhalten musst,
damit es „passt“.
Dann wird es still.
Und weit.
Nicht spektakulär.
Aber wahr.
Freude ist das
was auftaucht,
wenn wir aufhören,
uns selbst zu verraten und
uns selbst zu verlieren.
Und bleibt- wenn du sie lässt.
Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
www.mondseehexe.at


© Mondseehexe Lisi 2026