🖤 Enttäuschung ohne Schuld 🖤

Oiso i find jo…

Enttäuschung wird oft wie ein Beweis behandelt.
DafĂĽr, dass jemand versagt hat.

Oder dafĂĽr, dass man selbst zu viel wollte.
Doch Enttäuschung ist weder Schuld noch Schwäche.

Sie entsteht dort,
wo wir Halt im AuĂźen gesucht haben.

Wo Erwartungen Stabilität ersetzen sollten.
Wo Versprechen mehr getragen haben als die eigene innere Klarheit.

Nicht aus Naivität.
Sondern aus dem menschlichen Wunsch nach Sicherheit, Verbindung, Ruhe.

Enttäuschung zeigt nicht,
dass jemand falsch war.
Sie zeigt,
dass etwas getragen hat,
was dafĂĽr nie gedacht war.

Oft treffen sich zwei Menschen an diesem Punkt:
Der eine verspricht mehr, als er halten kann.
Der andere erwartet mehr, als realistisch ist.

Beide tun sich weh –
nicht aus böser Absicht,
sondern aus ungelernter Selbstverantwortung.

Enttäuschung ohne Schuld bedeutet,
nicht sofort zu bewerten.
Nicht zu beschuldigen.
Nicht sich selbst oder andere abzuwerten.

Sondern ehrlich hinzusehen:
Wo habe ich Verantwortung abgegeben?
Wo habe ich mich auf etwas verlassen, das mir keine Sicherheit geben konnte?

Das ist kein RĂĽckzug.
Das ist Reife.
Denn Klarheit entsteht nicht dadurch,
dass wir härter werden.

Sondern dadurch,
dass wir aufhören, Halt dort zu suchen,
wo er uns nicht gehören kann.

Enttäuschung ist kein Fehler im System.
Sie ist ein Hinweis.

Nicht darauf, wer schuld ist –
sondern darauf,
wo du wieder bei dir ankommen darfst.

Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
www.mondseehexe.at

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