🖤 Bedürfnisse 🖤

Oiso I find jo..
Auch Bedürfnisse haben keinen guten Ruf.
Sie gelten als anstrengend.
Als zu viel.
Als etwas, das man lieber kontrolliert, relativiert oder gleich ganz beiseiteschiebt.

Dabei sind auch Bedürfnisse nichts anderes als Hinweise.

Nicht auf andere –
sondern auf dich.

Ein Bedürfnis ist kein Anspruch.
Es ist kein Auftrag an dein Gegenüber.
Und keine Schuldzuweisung.

Es ist Information.

Viele Menschen nehmen ihre Bedürfnisse erst dann wahr,
wenn etwas fehlt.

Wenn Enttäuschung entsteht.
Wenn Frustration sich aufbaut.
Nicht, weil sie bedürftig sind.
Sondern weil sie sich zu lange angepasst haben.

Bedürfnisse verschwinden nicht,
wenn man sie ignoriert.
Sie verändern nur ihre Form.
Sie zeigen sich als Gereiztheit.
Als Rückzug.
Als innere Leere.
Oder als dieses diffuse Gefühl von
„Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich will.“

Ein Bedürfnis zu erkennen
heißt nicht, es sofort zu erfüllen.
Und auch nicht, dafür zu kämpfen.

Es heißt: innehalten
zuhören
ernst nehmen, was sich meldet
Nicht jedes Bedürfnis gehört ausgelebt.
Aber jedes Bedürfnis will wahrgenommen werden.

Denn erst wenn du weißt,
was du brauchst,
kannst du unterscheiden:
Was ist meine Verantwortung?
Was ist meine Grenze?
Und was habe ich bisher von anderen erwartet,
weil ich es mir selbst nicht zugestanden habe?

🖤 Wenn aus Bedürfnissen

  • Forderungen werden 🖤

Ein Bedürfnis ist leise.
Es zeigt sich vorsichtig.
Als Empfindung.
Als innere Bewegung.

Eine Forderung entsteht dort,
wo ein Bedürfnis zu lange nicht gehört wurde.

Nicht vom Außen.
Sondern von dir selbst.

Wenn Bedürfnisse keinen Raum bekommen,
beginnen sie, Druck zu erzeugen.

Sie wollen gesehen werden.
Und wenn das nicht geschieht,
werden sie laut.
Dann richten sie sich nach außen.

Sie erwarten.
Vergleichen.
Rechnen auf.
Nicht aus Bosheit.
Sondern aus Überforderung.

Denn ein Bedürfnis,
das nicht getragen wird,
sucht sich jemanden,
der es trägt.

Hier entstehen Konflikte.
Missverständnisse.
Enttäuschungen.

Nicht, weil jemand absichtlich zu wenig gibt.
Sondern weil Verantwortung verschoben wurde.

Ein Bedürfnis anzuerkennen
heißt nicht,
es erfüllt zu bekommen.

Es heißt,
es als eigenes Signal ernst zu nehmen.

Zu prüfen: Was brauche ich wirklich?
Was kann ich mir selbst geben?
Wo darf ich klar werden,
statt still zu hoffen?

In dem Moment,
in dem du beginnst,
deine Bedürfnisse deine eigene Aufmerksamkeit bekommen..
verlieren sie den Drang,
sich als Forderung zu zeigen.

Nicht, weil sie verschwinden.
Sondern weil sie gehört wurden.
Von dir!

Bedürfnisse wollen keine Macht.
Sie wollen Kontakt.
Und Kontakt entsteht dort,
wo Verantwortung wieder zurückkehrt –
zu dir.

Elisabeth Dittlbacher
Mondseehexe-Lisi
www.mondseehexe.at

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